Das LMW

schafft neue Räume und Zugänge

Tätigkeitsbericht LMW 2024Das LMWNeue Räume und Zugänge

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Ein Mann sitzt mit zwei Kindern auf einem Sofa in m Museumsfoyer Dürnitz. Im Vordergrund sotzt eine Frau mit blionden Haaren und grünem Pullover mit dem Rücken zur Betrachterin.

Die Dürnitz Kulturlounge: Ein Ort für alle

Seit seiner Wiedereröffnung im Herbst 2021 ist das Museumsfoyer Dürnitz ein lebendiger Ort im Herzen der Stadt, an dem Menschen zusammenkommen und vielfältige Themen ihren Platz finden. Historisch war die Dürnitz bereits im Mittelalter das soziale Zentrum des Schlosses und diente als beheizter Gemeinschaftssaal. Heute schließt sie an diese Verwendung an und bietet einen Raum für Begegnung, Austausch und Events.

Der Zugang ist kostenfrei: Besucher*innen können im Café Dürnitz sowie im Lounge-Bereich zusammenzukommen, lesen und arbeiten, sich mit Freund*innen treffen, im Shop stöbern und Zeit verbringen. Bücherkisten und Spielelemente bieten Raum für Familien mit Kindern. Wechselnde Angebote lassen den Raum auch am Abend immer wieder neu aufleben: von Lesungen bis Partys. Die Dürnitz ist ein Ort der Teilhabe, der die Landesgesellschaft in ihrer Vielfalt willkommen heißt. So trägt sie zur Öffnung des Museums bei und verortet es mitten in der Stadt.

Autor*innen: Elfi Carle und Franziska Fleckenstein

Unserer besonderer Dank gilt
Weiterhin gefördert von

Neue Zugänge zu den Schausammlungen

Woran erinnern wir uns in der Schausammlung des LMW und wessen Geschichten fehlen? Ausgehend von dieser Frage beschäftigt sich ein zweijähriges Pilotprojekt mit der kulturhistorischen Dauerausstellung. Zukünftig sollen Reflexionsangebote für Besuchende entstehen, die einen frischen Blick auf das Sammeln und Ausstellen von Kulturgeschichte zulassen und dazu einladen, die Schausammlung kritisch und neu zu entdecken.

Wir beginnen mit der Sichtbarmachung queerer Menschen und deren Geschichte(n), von Wahlfamilien und den „Long Haired Kings” des Mittelalters bis hin zur vielfach belegten und lange verschwiegenen Homosexualität König Karls. In Form von Interventionen in der Schausammlung und einem bunten Begleitprogramm sollen Fragestellungen und Erkenntnisse rund um die queere Landesgeschichte sichtbar werden. Durch das Projekt sollen „unsichtbare“ Geschichte(n) gezeigt und so das gesellschaftliche Verständnis von einem historisch konstruierten “Normal” durch Museen und Ausstellungen infrage gestellt werden.

Autor*innen: Elfi Carle, Tanja Karrer, Geord Kokkotidis, Katharina Küster-Heise, Melissa Schlecht und Hanna Warth-Geraci

Ausschnitt aus einem beschriebenen Poster aus einem Workshop mir Kommentarenin verschienden Farben. Auf dem Poster liegen verschiedenen Stifte.
Wir danken unseren Förderern
Das Bild zeigt zwei Personen neben einem Ausstellungsmodell.

#LMWneu: Einblicke in ein neues Projekt der Volontär*innen

Seit 2024 planen die Volontär*innen des LMW ein neuartiges, innovatives und abteilungsübergreifendes Volontär*innenprojekt. Langfristiges Ziel des Projekts ist ein kleines Ausstellungsformat im Foyer des 2. OG, Altes Schloss, bei dem neu konzipierte Ausstellungsmöbel zyklisch von Volontär*innen mit kleinen Präsentationen bespielt werden. Für die Entwicklung der Möbel wurde eine Kooperation mit Prof. Dr. Anne Bergner und Studierenden aus Architektur und Industriedesign der Akademie der Bildenden Künste initiiert.

Die Volontär*innen erarbeiteten drei Themen („Welche Rolle spielt der Tod?“, „Alltag des Unsichtbaren: die Unterwäsche“ und „Verborgene ‚Schätze‘ aus dem Depot“) und kuratierten in Absprache mit den Sammlungsverantwortlichen passende Objekte. Diese Vorschläge dienten den Studierenden als Grundlage zur Entwicklung innovativer Ausstellungsmöbel und experimenteller Präsentationsformen – ein kreativer Brückenschlag zwischen Designstudium und Kulturbetrieb.

Autor*innen: Lucie Böttger und Mirjana Rapp

Museum vor Ort: Ein Begegnungsprojekt

Das Museum der Alltagskultur öffnet sich mit einem Erinnerungsprojekt zur Nachbarschaft und setzt Impulse für nachhaltige Partnerschaften. Im Mittelpunkt stehen regelmäßige Besuche und Workshops mit Menschen mit demenziellen Veränderungen in der Pflegeeinrichtung Haus an der Aich und im Museum. Es entwickeln sich wertschätzende Beziehungen auf Augenhöhe. Das biografische Erinnern fördert und stärkt Erzählungen und Erinnerungen der Senior*innen. Letztere entstehen entlang der Objekte und Themen der Sammlung und Ausstellungen in Waldenbuch.

Für das Erinnerungsprojekt baut das Museum der Alltagskultur eine mobile pädagogische Sammlung auf. Das Besondere: Die Inhalte sind mit allen Sinnen erfahrbar – vom Kaffeeduft über das detaillierte Haushaltsbuch bis zur Haptik des verzierten Wanderstocks.

Autor*innen: Dr. Alexander Schwanebeck und Raffaela Sulzner

Hand einer Seniorin, die in einem Buch blättert.
Wir danken unseren Förderern
Auf der Fotografie ist ein eine Menschenmenge vor einem DJ zu sehen, der im Museumsfoyer Dürnitz auflegt. Orangene, grüne und blaue Lichter rahmen ihn, während die tanzende Menschenmenge im dunklen verschwimmt.

Veranstaltungshighlights im LMW: Deine Dürnitz

Seit ihrer Eröffnung im Herbst 2021 ist die Dürnitz, das frisch sanierte Museumsfoyer im Alten Schloss, ein moderner Ort der Begegnung und der Kultur: Unter dem Schlagwort „Deine Dürnitz“ bietet das Landesmuseum hier Raum für Veranstaltungen von Vereinen, Communities und Festivals aus der Region. 2024 fanden Tango- und Swing-Abende sowie Konzerte im Rahmen des Festivals „About Pop“ oder mit der Jazz Society Stuttgart statt. Eine Lesung mit Daniel Schreiber in Kooperation mit der Stadt Stuttgart widmete sich dem Thema Einsamkeit. Eine Drag Bingo Party mit den Drag Queens Veronika Mont Royal und Didi Divalicious lud zum Knobeln ein.

Mit seinem eigenen Format „Dürnitz Night Call“ lockt das Landesmuseum seit 2022 viermal jährlich kultur- und musikbegeisterte Menschen in die Dürnitz: Elektronische Beats, feine Feierabend-Cocktails und spannende Touren durch das nächtliche Museum zeichnen das erfolgreiche Format aus – eine Kooperation des Landesmuseums mit dem Pop-Büro Region Stuttgart.

Autor*innen: Franziska Fleckenstein und Silke Röttgers